Die Geschichte vom agilen Dickschiff und die Notwendigkeit wirklich agil zu werden

Markus Seiwert und Peter Schnell

 

Die Geschichte vom agilen Dickschiff und die Notwendigkeit wirklich agil zu werden

 

Vor genau zwei Jahren haben wir für die Entwicklung unseres monolithischen Kernbanksystems erfolgreich eine agile Transition durchgeführt.

Lieferten wir früher ein bis zweimal pro Jahr ein Release aus, liefern wir jetzt 6-7 Releases aus. Die Qualität wurde verbessert, die Anforderungen werden nach Business Value sortiert und das Thema Agilität breitet sich seitdem im Unternehmen immer weiter aus.

Jetzt müssen wir uns neuen Herausforderungen stellen und alternativ zum Monolithen neue kleinere Applikationen an den Markt bringen. Hier haben wir kein Monopol mehr, sondern müssen uns am Markt mit Anderen messen, die die gleiche Leistung für das Unternehmen erbringen können. Jetzt muss sich zeigen, ob wir wirklich agil sind? Schaffen wir es markgerecht Time2Market anzubieten? Sind wir in der Lage ein minimum viabel Product zu definieren oder steckt in den Köpfen doch immer die große Ganze Lösung? Beschäftigen wir uns ausschließlich mit Risiken und Sonderfällen oder nutzen wir die Chance schnell Werte zu generieren?

Jetzt startet die agile Transition 2.0 und wir müssen beweisen, dass wir wirklich agil sind oder doch Cargo Cult betreiben. Der Erfahrungsbericht zeigt, wir wir aus der Monopol-Komfortzone in eine neue, dynamische und agil-agile Welt gegangen sind und welche Erfolge und Stolperfallen uns dabei begleitet haben.Vielleicht ein bisschen zu ruhig?

Die Anforderungen und die Welt sind anders geworden. Von uns werden kleine, wendige Schiffe gefragt. Noch schnellerer Time-to-Market mit kreativen, kleineren Ideen muss schnell und marktkonform in Wert umgesetzt werden.

Sind wir wirklich agil oder betreiben wir längst Cargo Cult und haben es nur noch nicht gemerkt?

Die Agile Talks sind organisiert bei Xing

© Stefan Hilmer 2018